{"id":1090,"date":"2023-02-24T08:56:52","date_gmt":"2023-02-24T08:56:52","guid":{"rendered":"https:\/\/atomkrieg-aus-versehen.de\/?page_id=1090"},"modified":"2023-06-27T07:33:05","modified_gmt":"2023-06-27T07:33:05","slug":"ensel-wuerdigt-petrow-2018","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/atomkrieg-aus-versehen.de\/en\/ensel-wuerdigt-petrow-2018\/","title":{"rendered":"<strong>Stanislaw Petrow oder die Anstrengung der Phantasie \u2013 Vor 35 Jahren drohte die atomare Apokalypse<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Der russische Offizier, der am 26. September 1983 sehr wahrscheinlich einen Dritten Weltkrieg verhinderte, ist <\/em>die<em> ermutigende Symbolfigur unserer Epoche. Er brachte den notwendigen Mut und die Phantasie auf, die Effekte seines Handelns zu antizipieren.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>von Leo Ensel<\/em>, <em>26. September 2018<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/atomkrieg-aus-versehen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/P1060063.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1092\" srcset=\"https:\/\/atomkrieg-aus-versehen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/P1060063.jpeg 1024w, https:\/\/atomkrieg-aus-versehen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/P1060063-300x225.jpeg 300w, https:\/\/atomkrieg-aus-versehen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/P1060063-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Stanislaw Petrow und Leo Ensel, Frjasino im Juli 2016<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Hallo, Sie, der oder die Sie jetzt gerade den Anfang dieses Essays lesen! Ja, genau <em>Sie<\/em> meine ich!<\/p>\n\n\n\n<p>Ist Ihnen eigentlich klar, dass es \u00fcberhaupt nicht selbstverst\u00e4ndlich ist, dass Sie jetzt vor Ihrem Rechner sitzen oder auf Ihr Smartphone starren? Schauen Sie sich mal um! Alles, was Sie gerade um sich herum sehen, h\u00f6ren, tasten, riechen, schmecken \u2013 alle Menschen, alle Tiere, alle Pflanzen, alle Gegenst\u00e4nde, buchst\u00e4blich <em>alles<\/em> k\u00f6nnte l\u00e4ngst in Schutt und Asche zerfallen sein oder gar nicht erst das Licht dieses Planeten erblickt haben! Und damit nicht genug. Es g\u00e4be keine Zukunft mehr und auch die Vergangenheit w\u00e4re gestorben. Ein zweites Mal. Denn noch ist sie da. N\u00e4mlich als <em>erinnerte<\/em>. Wo aber w\u00e4re sie, wenn es keine <em>Erinnernden<\/em> mehr g\u00e4be?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das nicht vorgestellte Nichts<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das ist doch alles unvorstellbar? Ja, ich wei\u00df. Und genau hierin liegt das Problem!<\/p>\n\n\n\n<p>Trotzdem. Oder, genauer gesagt, <em>deswegen<\/em>! Schauen Sie sich nochmals um, halten Sie einen Moment lang inne und machen Sie sich klar: Nichts, buchst\u00e4blich <em>nichts<\/em>, was Sie jetzt gerade wahrnehmen, ist selbstverst\u00e4ndlich! Statt dessen k\u00f6nnte sich bereits seit Jahrzehnten <em>das Nichts<\/em> hier ausgebreitet haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass dieses Leben, dass unser Alltag, den wir mit all seinen wichtigen Nichtigkeiten f\u00fcr so v\u00f6llig selbstverst\u00e4ndlich halten, dass wir niemals auch nur auf die Idee kommen, seine Existenz grunds\u00e4tzlich infrage zu stellen; dass all dies seit genau 35 Jahren einfach bruchlos so weitergelaufen ist, das verdanken wir alle sehr wahrscheinlich der Nicht-Tat eines Offiziers der damaligen Sowjetarmee: Einem gewissen Stanislaw Petrow!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Vorfall<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie Sie vielleicht schon einmal mitbekommen haben, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Stanislaw-Petrow-und-das-Geheimnis-des-roten-Knopfs-3381498.html\">schrillten <\/a>in der k\u00e4ltesten Phase des Kalten Krieges, in der Nacht vom 25. auf den 26. September 1983 um 00:15 Ortszeit im sowjetischen Raketenabwehrzentrum bei Moskau die Sirenen: Der Computer des satellitengest\u00fctzen Systems meldete den Anflug einer amerikanischen Interkontinentalrakete. Erst einmal, dann zwei-, drei-, vier-, f\u00fcnfmal hintereinander. Der diensthabende Offizier Stanislaw Petrow hatte unter extremstem Zeitdruck \u2013 die Flugzeit von Interkontinentalraketen betrug eine halbe Stunde \u2013 eine Entscheidung \u00fcber Leben und Tod von Millionen, gar Milliarden von Menschen zu treffen: Angriff oder Fehlalarm? Im ersten Falle h\u00e4tte die Sowjetunion nach Logik der Abschreckungstheorie \u2013 \u201eWer zuerst schie\u00dft, stirbt als zweiter!\u201c \u2013 den alles vernichtenden vermeintlichen \u201aGegenschlag\u2018 ausgel\u00f6st. Petrow blieb trotz der wiederholten Alarmmeldungen bei seiner einmal getroffenen Entscheidung: Fehlalarm. Und behielt Recht!<\/p>\n\n\n\n<p>Kommen Sie mit? <em>Verstehen<\/em> Sie wirklich, was da eigentlich passiert ist?<\/p>\n\n\n\n<p>Nein?<\/p>\n\n\n\n<p>Das geht nicht nur Ihnen, das geht uns allen so!<\/p>\n\n\n\n<p>Aber das n\u00fctzt nichts. Versuchen Sie es wenigstens! Helfen Sie Ihrer faulen Phantasie auf die Spr\u00fcnge! Machen Sie sich die \u00e4u\u00dferst unangenehme M\u00fche und z\u00e4hlen Sie eins und eins zusammen!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Apokalypse<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Was also w\u00e4re geschehen, wenn der sowjetische Offizier damals in der Nacht vor 35 Jahren eine andere Entscheidung getroffen h\u00e4tte? Oder wenn er nicht \u00fcber die Folgen seines Handeln nachgedacht h\u00e4tte? Oder wenn er sich lediglich als austauschbares R\u00e4dchen im Getriebe definiert, sich also damit trotz seiner fachlichen Kompetenz f\u00fcr moralisch inkompetent erkl\u00e4rt h\u00e4tte?<\/p>\n\n\n\n<p>Dann h\u00e4tte die Sowjetunion in irriger Vorannahme de facto einen Atomkrieg gegen die USA begonnen, die dann ihrerseits zwanzig Minuten sp\u00e4ter den Gegenschlag Richtung Osten gestartet h\u00e4tten! Und Europa, das potentielle Schlachtfeld der Superm\u00e4chte? Allein von der NATO waren damals in Westeuropa um die 7.000 Atombomben mit der mehrfachen Sprengkraft einer Hiroshima-Bombe stationiert. (Die Zahl der Atombomben des Warschauer Paktes in Osteuropa ist mir unbekannt, aber es werden sicher nicht wenige gewesen sein.) Man stelle sich vor: <em>Allein zu unserer \u201aVerteidigung\u2018 siebentausendmal ein mehrfaches Hiroshima auf Europa<\/em>! Und die Atombomben der Gegenseite dazu. Und beide deutsche Staaten mittendrin. Kein Stein w\u00e4re hier auf dem anderen geblieben!<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMan stelle sich vor &#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Aber warum f\u00e4llt es uns allen eigentlich so schwer, uns das vorzustellen?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zu gro\u00df<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Weil es zu gro\u00df ist! Absolut zu gro\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Niemand hat sich \u00fcber diesen Sachverhalt so scharfsinnige Gedanken gemacht und niemand hat diese bereits vor \u00fcber einem halben Jahrhundert so pr\u00e4zise auf den Begriff gebracht, wie der Philosoph G\u00fcnther Anders.<\/p>\n\n\n\n<p>Seine klassische Formel lautet: <em>Wir k\u00f6nnen uns nicht mehr vorstellen, was wir herstellen und anstellen k\u00f6nnen!<\/em> Betrauern k\u00f6nnen wir einen geliebten Toten. Vorstellen k\u00f6nnen wir uns vielleicht zehn Tote. Maximal. Umbringen k\u00f6nnen wir mit den heutigen Mitteln Hunderttausende auf einen Streich. Vor dem Gedanken der Apokalypse schlie\u00dflich streikt die Seele! Der Gedanke bleibt nur ein Wort.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Sinne also sind wir <em>kleiner als wir selbst:<\/em> Unsere Vorstellungen bleiben weit hinter den Effekten zur\u00fcck, die unsere Handlungen zeitigen k\u00f6nnen. Aber <em>handeln <\/em>wir eigentlich \u00fcberhaupt noch? G\u00fcnther Anders bestreitet dies f\u00fcr die allermeisten der heutigen T\u00e4tigkeiten. Denn \u201at\u00e4tig\u2018 sind wir, erstens, in aller Regel als Zahnr\u00e4dchen, eingebunden in ein Getriebe, dessen Endeffekt wir nicht \u00fcberschauen \u2013 oft gar nicht \u00fcberschauen <em>wollen<\/em>! Wir handeln nicht, <em>wir machen zielblind mit! Gewissenhaftigkeit<\/em> \u2013 sprich: die korrekte Erledigung der uns als Zahnr\u00e4dchen \u00fcbertragenen Aufgaben \u2013 <em>ersetzt Gewissen<\/em>, n\u00e4mlich die Auseinandersetzung mit der Frage, ob das Endziel der uns einbindenden Maschinerie \u00fcberhaupt ethisch verantwortbar ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Zweitens: Nehmen wir an, ein amerikanischer Offizier startet auf Befehl \u201avon oben\u2018 in einem Raketensilo in Montana eine Interkontinentalrakete Richtung Russland. Handelt es sich hierbei wirklich um eine <em>Handlung<\/em>? Oder l\u00f6st er nicht tats\u00e4chlich nur noch eine vorinstallierte Maschinerie aus? Und was <em>macht <\/em>er eigentlich, wenn er etwas ausl\u00f6st? Eigentlich macht er, obwohl der Effekt seines Tuns die Vernichtung, also das <em>Nichts<\/em> sein kann, so gut wie \u2013 <em>nichts<\/em>! Ob er eine Fruchteismaschine anwirft oder Hundertausende Menschen in Leichen verwandelt, macht von der Attit\u00fcde her keinen Unterschied. Noch schlimmer: Im Zeitalter hyperrealistischer Computersimulationen verschwimmt immer mehr die Grenze zwischen Schein und Sein! Die <em>Simulation<\/em> eines Raketenangriffes und dessen tats\u00e4chliche <em>Durchf\u00fchrung<\/em> unterscheidet sich in <em>nichts<\/em> mehr und kann im einen wie im anderen Falle via Knopfdruck, gar Klick erledigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Je gr\u00f6\u00dfer das Verbrechen, desto leichter die Durchf\u00fchrung!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Und da Tat- und Leidensort Tausende Kilometer auseinander liegen \u2013 Anders hat f\u00fcr diesen Umstand den Begriff \u201eSchizotopie\u201c gepr\u00e4gt \u2013, wird unser Offizier in Montana auch gar nicht direkt mit den Effekten seines Tuns konfrontiert werden. Ja, er muss noch nicht mal einen einzigen Russen <em>hassen,<\/em> um Hunderttausende von ihnen zu t\u00f6ten! (Dasselbe gilt selbstverst\u00e4ndlich vice versa f\u00fcr seinen Kollegen bei Moskau.)<\/p>\n\n\n\n<p>Die infernalische Regel also lautet: Hunderttausende Menschen durch das Ausl\u00f6sen einer entsprechenden Maschinerie \u2013 Interkontinentalrakete \u2013 zu t\u00f6ten, ist ungleich leichter, als einen einzigen Menschen \u201ahandmade\u2018 ins Jenseits zu bef\u00f6rden! Sprich:<em> Je gr\u00f6\u00dfer das Verbrechen, desto leichter seine Durchf\u00fchrung!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Und noch ein dritter Umstand beg\u00fcnstigt die m\u00f6gliche Apokalpyse: Man sieht den Dingen ihre Bewandnis nicht mehr an. W\u00e4hrend man einem antiquierten Messer noch genau <em>ansehen<\/em> kann, was es <em>anrichten<\/em> kann, sehen \u201eGegenst\u00e4nde\u201c wie eine Atombombe \u2013 gesetzt der Fall, man bek\u00e4me sie tats\u00e4chlich zu Gesicht \u2013 tausendmal harmloser aus, als sie es tats\u00e4chlich <em>sind<\/em>. Der Effekt einer Atombombe ist im Vergleich zu ihrem Aussehen unvorstellbar <em>zu gro\u00df!<\/em> G\u00fcnther Anders hat dies auf die Formel \u201eDie Dinge l\u00fcgen!\u201c gebracht und von \u201eNegativer Protzerei\u201c gesprochen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Anstrengung der Phantasie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Welche Konsequenzen haben diese Einsichten f\u00fcr uns Heutige? Wenn die Wirklichkeit so phantastisch, so \u00fcber-sinnlich geworden ist, dass sie mit unseren Sinnen nicht mehr zu erfassen ist, dann bleibt uns nur noch eine M\u00f6glichkeit, sie vielleicht doch noch ansatzweise einzuholen: <em>Die Phantasie!<\/em> Entsprechend lautet der heutige kategorische Imperativ laut G\u00fcnther Anders: <em>\u201eStelle Dir vor! Der Endeffekt Deines (Mit)-Tuns kann \u2013 Massenmord sein!\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Anders hat in sich in seinem Werk mit zwei Gestalten der Zeitgeschichte intensiv auseinander gesetzt, die er f\u00fcr charakteristisch f\u00fcr die heutige Epoche hielt: Den Schreibt\u00e4ter und Judenmordorganisator Adolf Eichmann und den Hiroshimapiloten Claude Eatherly. Eichmann war f\u00fcr ihn die Symbolfigur des moralisch verkommenen Mitmachers, der sich mit der Ausrede, er habe ja \u201enur\u201c \u2013 und zwar auf Befehl \u2013 mitgemacht, weigerte, jegliche pers\u00f6nliche Schuld an dem Menschheitsverbrechen einzur\u00e4umen. Eatherly, der die Bombe \u00fcber Hiroshima zwar nicht ausgeklinkt, aber das f\u00fcr den Bomberpiloten notwendige \u201eGo ahead!\u201c-Zeichen gegeben hatte und dies sp\u00e4ter f\u00fcr den Rest seines Lebens bitterlich bereute, nachdem er erkannte, was er als Mit-T\u00e4ter angerichtet hatte, war f\u00fcr Anders das positive Gegenbeispiel. Als Mensch, der zumindest im Nachhinein den Mut aufbrachte, sich seiner Mitschuld zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4tte G\u00fcnther Anders zu Lebzeiten noch von der Millionen Menschen rettenden Un-Tat Stanislaw Petrows erfahren, h\u00e4tte er mit Sicherheit ihm eine eigene Studie gewidmet und ihn im Vergleich zu Eichmann und Eatherly als <em>das<\/em> Vorbild, als <em>die<\/em> positive Symbolfigur unserer Epoche bezeichnet. <em>N\u00e4mlich als den Mann, der den Mut hatte, durch die Anstrengung der Phantasie, seine m\u00f6gliche Schuld rechtzeitig zu antizipieren und daraus die Konsequenz zu ziehen:<\/em> Den Tod von Millionen, gar Milliarden von Menschen zu <em>verhindern<\/em>!<\/p>\n\n\n\n<p>Denn dass Stanislaw Petrow genau dies \u2013 ohne G\u00fcnther Anders zuvor gelesen zu haben \u2013 getan hat, das hat er Jahrzehnte sp\u00e4ter, als der Vorfall vom 26. September 1983 die \u00d6ffentlichkeit endlich erreicht hatte, <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/gesellschaft\/dresdner-friedenspreis-fuer-ex-sowjet-offizier-petrow--ich-wollte-nicht-schuld-sein-am-dritten-weltkrieg--3658728.html\">selbst berichtet<\/a>:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eIch wollte nicht schuld sein am Dritten Weltkrieg!\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nachsatz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wieviele \u201ePetrows\u201c es im Kalten Krieg noch gegeben haben mag? Wir werden es wom\u00f6glich nie erfahren. Die Menschheit hat jedenfalls unversch\u00e4mt viel Gl\u00fcck gehabt! Wenn es \u00fcberhaupt eine Lehre aus allem geben kann, dann die: <em>Es gibt Risiken, die niemals eingegangen werden d\u00fcrfen! <\/em>Es kann und darf nicht sein, dass das Schicksal der ganzen Welt zwanzig Minuten lang in der Hand eines einzigen Menschen liegt!<\/p>\n\n\n\n<p>Und wer wird uns eigentlich das n\u00e4chste Mal retten, wenn sich die Superm\u00e4chte wieder in einen neuen Kalten Krieg eskalieren? Und werden es dann \u00fcberhaupt noch <em>Menschen<\/em> sein, die unter extremstem Zeitdruck die Entscheidung \u00fcber Sein oder Nichtsein des gesamten Planeten treffen?<\/p>\n\n\n\n<p>Oder ein vom Computer gesteuerter Computer?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der russische Offizier, der am 26. September 1983 sehr wahrscheinlich einen Dritten Weltkrieg verhinderte, ist die ermutigende Symbolfigur unserer Epoche. Er brachte den notwendigen Mut und die Phantasie auf, die Effekte seines Handelns zu antizipieren. von Leo Ensel, 26. September 2018 Hallo, Sie, der oder die Sie jetzt gerade den Anfang dieses Essays lesen! 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